MINT21

Seit 2011 ist die Altmühltal-Realschule Beilngries MINT21-Stützpunktschule. Im Mittelpunkt steht dabei das Interesse junger Menschen an den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – zu stärken. 

Überblick

Die MINT21-Initiative


Auszeichnungen

Förderpreis 2014, Förderpreis 2016


Maßnahmen im Überblick

Auszeichnungen

Kurzbeschreibung der MINT-Maßnahmen

MINT-Stunde (seit 2011) 

In den Stundenplan der 5. Klassen wurde eine MINT-Stunde integriert, deren Hauptanliegen es ist, den Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen zu ermöglichen, zu forschen und zu experimentieren. Dabei werden von den SchülerInnen Experimente aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie und Mathematik durchgeführt. 

Wahlfach Robotik (seit 2011) 

Im Wahlfach Robotik bauen und programmieren SchülerInnen der 7. – 10. Jahrgangsstufe mit den LEGO Mindstorms –Baukästen eigene Roboterwesen. Dabei werden sowohl konstruktive, mechanische und kreative Kompetenzen als auch Fähigkeiten im Programmieren entwickelt und gefördert. Ein wesentlicher Aspekt ist die Teilnahme an Wettbewerben, wobei beachtliche Erfolge erzielt werden konnten. 

Wahlfach Erfinderwerkstatt (seit 2013) 

Im Wahlfach Erfinderwerkstatt setzen die SchülerInnen eigene Projektvorschläge um und entwickeln kreative Lösungen für Alltagsprobleme. Exemplarisch sei der Bau einer Folien-Säuberungs-Maschine oder der Bau eines automatischen Flaschenöffners erwähnt. 

Schulfernsehen (seit 2009) 

Das Schulfernsehteam informiert auf einer eigenen, selbst programmierten Internetseite in monatlichen Nachrichtensendungen über außer- und innerschulische Veranstaltungen. Die SchülerInnen produzieren die Sendungen selbstständig und benötigen dafür tiefgreifende Kenntnisse hinsichtlich Programmgestaltung, Moderation, Licht- und Schnitttechnik, Internethandling und Programmierung. Auch Live-Streams (z. B. von der Verabschiedung der 10. Klassen) sowie die Erstellung von Werbeclips für eine Elektro-Firma gehören zum Repertoire des Teams. Im Rahmen einer Kooperation mit dem BR werden Schulfernsehsendungen realisiert, die dann auf BR-Alpha ausgestrahlt werden. 

Energiespardorf (2016) 

Im Februar 2016 machte das Energiespardorf des Bundes Naturschutz Station an der Altmühltal- Realschule. Dabei hatten alle zehnten Klassen die Möglichkeit, energietechnische Zusammenhänge in einem vor Ort aufgebauten Modelldorf zu erkunden. Nach einem allgemeinen Informationsteil 

hatten die SchülerInnen die Gelegenheit, anhand eines Rollenspiels (z. B. Bürgermeister, Gemeinderat, Umweltschützer, Unternehmer) die unterschiedlichen Interessen bei Fragen der Energieversorgung zu erkennen und die Folgen von Entscheidungen zu realisieren. 

Die Maßnahme kam bei Schülern und Lehrern gut an und soll auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden. 

Zusatzfach Werken (seit 2013) 

Die SchülerInnen der 9. Klassen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweigs werden zusätzlich im Fach Werken unterrichtet. Dabei entwerfen, skizzieren und konstruieren die SchülerInnen verschiedene Werkstücke. Bei der anschließenden Fertigung stehen korrekte Arbeitstechniken und saubere Ausführung im Mittelpunkt. 

MINT-Aktionstage „Chemie und Nachhaltigkeit“ (seit 2016) 

In Zusammenarbeit mit der Fachdidaktik Chemie der Uni Erlangen-Nürnberg werden kompetenzorientierte Schülerversuche in verschiedenen (5. – 8.) Jahrgangsstufen entwickelt und erprobt. 

MINT-Tag bzw. MINT-Woche 

Für die 6. Klassen werden je nach Möglichkeit MINT-Tage angeboten, an denen sie sich im Block mit naturwissenschaftlichen Themen befassen und diese experimentell untersuchen. Im Schuljahr 2015/16 stand die MINT-Woche beispielsweise unter dem Thema Wasser. 

Wahlfach Bienen (seit 2012) 

Im Wahlfach Bienen betreuen die SchülerInnen das schuleigene Bienenvolk. Im Rahmen des Wahlfachs wurde außerdem in Zusammenarbeit mit der Firma Bühler ein professioneller, solarbetriebener Bienenwachsschmelzer konstruiert und gebaut (siehe unten bei „Kooperation“ und „Wettbewerbe“). Zunächst wurden die einzelnen Bestandteile gefertigt und anschließend alle Teile montiert und ihre Funktion überprüft. 

„Gespenster-Team“ (seit 2010) 

Das „Gespenster-Team“ setzt sich hauptsächlich aus Mädchen der unteren Jahrgangsstufen zusammen. Aufgabe ist die Aufzucht und Pflege von Gespenstschrecken und wandelnden Blättern im schuleigenen Insektarium. 

Klimaexpedition/Wasserexpedition (seit 2011) 

Im Wechsel besuchen Experten im Rahmen der Initiativen „klima on… s’cooltour“ bzw. „wasser on… s’cooltour“ die Schule und nehmen die 9. Klassen mit zur Klimaexpedition oder zur Wasserexpedition. Dabei ergründen die SchülerInnen beispielsweise Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels und machen mögliche Lösungen ausfindig. Dies geht in Form eines „Mitmachvortrags“ vonstatten, d. h. die SchülerInnen bleiben nicht passiv, sondern werden aktiv und teilweise in Form von Experimenten eingebunden. 

Mobiles Planetarium (jedes 2. Schuljahr) 

Dipl.-Ing. Adi Steininger erläutert den 5. und 6. Klassen den heimischen Sternenhimmel mit seinem mobilen Planetarium. Dabei handelt es sich um eine große, aufblasbare Kuppel, in der eine ganze Schulklasse Platz hat und an deren Decke/Wand der Sternenhimmel projiziert wird. 

Weihnachtsmarkt-AG 

Im Rahmen der Weihnachtsmarkt-AG werden naturkosmetische Produkte, z. B. Labello, Körperpeelings und Seife, von den SchülerInnen selbst hergestellt und am Beilngrieser Weihnachtsmarkt verkauft. 

Mathe-Rätsel 

Das Mathe-Rätsel wird in unterschiedlichen Formen umgesetzt. Je nach Vorliebe der betreuenden Lehrkraft findet dieses monatlich statt oder zu besonderen Zeitpunkten, im Schuljahr 2015/16 beispielsweise in Form eines Osterrätsels. In allen Varianten wird jedoch nach Klassenstufen differenziert und selbstverständlich gibt es auch kleinere Preise zu gewinnen. 

Tag des Baumes 

Seit vielen Jahren setzen sich die 5. Klassen am Tag des Baumes mit dem Ökosystem Wald an mehreren Stationen vor Ort auseinander. Dabei gilt es Fragen zu beantworten und themenbezogene Aufgaben zu erfüllen. Die besten Teams werden am letzten Schultag mit Preisen geehrt. 

 

Beschreibung der Kooperation mit einem externen Partner 

Kooperation mit der Firma Bühler (Metallverarbeitung) 

In Zusammenarbeit mit der Firma Bühler wurde im Rahmen des Wahlfachs Bienen ein automatischer, solarbetriebener Bienenwachsschmelzer konstruiert und gebaut. Diese Maßnahme wurde mit dem MINT-Förderpreis gewürdigt und schaffte es außerdem ins Finale des Vision-Ing-Wettbewerbs. Die Firma Bühler unterstützt die Schule außerdem finanziell bei der Umsetzung von MINT-Maßnahmen. 

Kooperationen des Schulfernsehteams 

Wie oben beschrieben besteht eine Kooperation mit dem BR sowie mit der Firma Elektro-Seber. 

- Fachdidaktik Chemie der Uni Erlangen-Nürnberg (vgl. oben) 

 

Teilnahme an Wettbewerben 

- Robotik: Sieger beim Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad 2015 in München in den Altersklassen Junior und Senior, dadurch Qualifikation für das Deutschlandfinale in Dortmund (dort Mittelfeldplätze) 

zweimalige Teilnahme an der First Lego League mit vorderen Plätzen 

- Qualifikation für das Finale von Vision-Ing (Sonnenwachsschmelzer), dort 3. Platz 

- MINT-Förderpreis 2014 

- Jugend forscht (Erfinderwerkstatt) 

 

Experimentieren, beobachten und entdecken

Im Rahmen der MINT-Förderung gab es auch dieses Jahr wieder einen MINT-Kurs an der Altmühltal-Realschule. Für den Kurs wurden die drei fünften Klassen nach Geschlecht geteilt. Der Kurs fand abwechselnd für die Mädchen und Jungen einmal wöchentlich für eine Unterrichtsstunde statt. Durch die Aufteilung nach Geschlecht ergab sich eine maximale Gruppengröße von 13 Schülern, diese wurden für die Experimente nochmals in Kleingruppen von drei bis vier Schülern aufgeteilt.

Aber was versteht man jetzt eigentlich unter MINT? MINT bedeutet Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik, wobei dieses Jahr der Schwerpunkt auf chemischen und physikalischen Phänomenen lag. Die Schüler sollen durch selbst durchgeführte Experimente naturwissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gehen. Dabei wenden sie naturwissenschaftliche Arbeitsweisen, wie das Planen und Durchführen von Experimenten, genaues beobachten, sowie protokollieren der Ergebnisse an. So untersuchten die Schüler beispielswiese in Chemie Lebensmittel auf ihren sauren Charakter oder gingen der Fragestellung nach, ob ein schwarzer Filzstift nur aus schwarzer Farbe besteht. Außerdem bauten die Schüler aus alltäglichen Haushaltsmaterialien einen Feuerlöscher. In Physik beschäftigten sich die Schüler mit der Elektrizität und stellten sich die Frage, wie ein Brückenbau funktioniert. Außerdem untersuchten sie, wie man ein rohes Ei beim Wurf aus dem zweiten Stock am besten schützen kann, damit es nicht zerbricht.  Nachdem die Schüler sich erstmal selbst mit der Fragestellung beschäftigten und selbständig die Experimente durchführten wurde ihnen der theoretische Hintergrund erklärt. Im Mittelpunkt stand jedoch, dass die Schüler selbst naturwissenschaftliche Phänomene entdecken. Die Schüler arbeiteten mit viel Freunde, Spaß und Eifer an den Aufgabenstellungen rund um die Naturwissenschaften.

Erika Stangl