Erasmus+

 

Seit 2013 engagieren sich Lehrkräfte und Schüler, anfänglich im Rahmen des europäischen Austauschprogramms COMENIUS, mittlerweile unter dem Dach des EU-Programms Erasmus+ für die europäische Bildungszusammenarbeit.


Internetauftritt des Projekts (www.2015rfit.eu)


Lehrerfortbildungen im europäischen Ausland – wir knüpfen ein internationales Netzwerk

Mitte Oktober 2014 ging es für den damaligen Schulleiter, Herrn Lippert und die beiden Englischlehrkräfte Herrn Gmach und Herrn Fischer für eine Woche nach Portugal, um an einer Fortbildung mit dem Titel „Project management for cross-cultural exchange projects in Europe“. Wie der Name schon vermuten lässt, war die Kurssprache der einwöchigen Veranstaltung Englisch und wer der Sprache mächtig ist, kann sich schon in etwa vorstellen, um was es dabei ging: wie organisiert und finanziert man internationale Austauschprojekte? Dank Teilnehmern aus allen Ecken Europas und vielen engagierten Lehrkräften auf der Suche nach internationalen Partnern waren schnell Kontakte geknüpft. Um die Zeit möglichst gut zu nutzen, wurden auch gleich Ideen für ein neues Erasmus+-Projekt gesammelt und an einem Grundgerüst für den Antrag bei der EU gearbeitet. Aus einer Bekanntschaft mit einer belgischen Lehrkraft, die bereits im Kontakt mit Lehrkräften aus Schulen in Barcelona, Madeira, Vilnius und Bjurholm stand, entwuchs in den folgenden Monat die Idee zu unserem aktuell (2016-2018) laufenden Projekt „Ready for innovative teaching?“. Selbstverständlich wurden auch die Abende intensiv genutzt, um bei einem Glas Portwein die Stadt zu erkunden und dabei im Gespräch mit den europäischen Kollegen einen intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu betreiben. Wir lernten dabei viel über Schulsysteme in anderen europäischen Ländern, fanden jede Menge Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten. Alles in allem lässt sich sagen, dass die Fortbildung ein durchschlagender Erfolg war!

Im September des darauffolgenden Jahres fuhren Frau Meier und Herr Knopp nach La Manga, Spanien, um dort an einer weiteren Fortbildung zum Thema „Interkulturelle Handlungskompetenz“ teilzunehmen. Auf dem Programm standen auch hier der persönliche Kontakt und Erfahrungsaustausch mit Lehrkräften anderer europäischer Schulen. Der Titel dieser Veranstaltung trug den etwas sperrigen Titel „DIC - Developing Intercultural Competences and learning about best practice examples to fight against racism, prejudice and discrimination in schools”. Im Rahmen der Fortbildung hatten die Teilnehmer unter anderem die Gelegenheit, beim Besuch einer Schule die Probleme bei der Arbeit mit Schülern aus schwierigen Familienverhältnissen und aus schwachem sozialem Milieu aus erster Hand zu erfahren. Neben diesen praktischen Erfahrungen wurde auch theoretisches Wissen zum Umgang mit interkulturellen Konflikten an der eigenen Schule, zur Integration und zum Abbau von Vorurteilen vermittelt. Nach einer intensiven Woche kamen unsere Lehrkräfte Frau Meier und Herr Knopp reich an Erfahrungen und neuen Bekanntschaften zurück und Herr Knopp stellte treffend fest: „Ich halte diese Maßnahmen für unbedingt notwendig, um ein Zusammenleben in Europa zu gestalten. Vor allem junge Menschen, in unserem Fall Schüler, sollten sich auf das internationale Parkett begeben, um Vorurteile abzubauen und um ihre eigene Situation zu relativieren. Zu eigenen Überlegungen führte vor allem das Kennenlernen anderer Bildungssysteme mit anderen Ansätzen.“

Sebastian Fischer


Erasmus+ Reise: Realschüler auf Madeira (2016)

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts unternahmen Schüler und Lehrer der Altmühltal-Realschule ihre zweite Reise ins europäische Ausland. Nach Vilnius in Litauen ging es diesmal ganz in den Westen, nach Madeira, auf die portugiesische Blumeninsel im Atlantik. Bereits am Flughafen erwartete die Schüler eine Vielfalt farbenfroher Pflanzen, untermalt von üppigem Grün. Die vier Beilngrieser wurden herzlich von ihren Gastfamilien empfangen und durften noch am selben Tag einen Teil der sonnigen Insel erkunden.

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union und mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 mithilfe der EU-Mittel ihre Kompetenzen und ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern. Außerdem sollen die Systeme der Bildung an Schulen und der beruflichen Bildung in Europa modernisiert werden. Dazu begegneten Bastian und Antonia von der Altmühltal-Realschule Mitschülern aus sechs verschiedenen Staaten.

Während der Schulwoche waren also nicht Strandtage angesagt, sondern zahlreiche Workshops und Präsentationen, in denen die Gruppen aus allen Teilnehmerländern verschiedene Themengebiete erarbeiteten. Die Schwerpunkte des Austausches lagen auf der Diskussion innovativer Lehrmethoden mit neuen Medien und auf dem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet. Nach getaner Arbeit standen dann Ausflüge auf dem Programm, damit die Besucher nicht nur die Leute, sondern auch das Land kennenlernten. Auch die beiden begleitenden Lehrkräfte, Sebastian Fischer und Heinrich Gmach, sehen die Reise als einen weiteren gelungenen Abschnitt des zweijährigen Europaprojektes.